Wildling Nebula im Test und Vergleich

Wildling Nebula im Test

Als von Wildling begeisterte Person, trage ich natürlich auch das Modell Nebula und möchte meine Erfahrungen mit diesem Modell, gerne mit euch teilen. Da ich sonst auch andere Wildling Schuhe inkl. Tanuki trage, kann ich hier auch den Vergleich zu den Nebula Barfußschuhen ziehen.

Nebula ist das erste Modell von Wildling Shoes, welches auf Strick basiert. Für das perfekte Strickmuster wurde drei Jahre getüftelt. Herausgekommen ist ein Minimalschuh der sich sehen und tragen lassen kann. Den Nebula gibt es nur als Low Cut Modell und er ist derart luftdurchlässig, dass es ein reiner Sommerschuh ist. Natürlich erfüllt auch jede Anforderung an einen tollen Schuh für Indoor-Aktivitäten.

Nebula Strickmuster

Für Leute die bereits andere Wildling Schuhe tragen, wird vor allem eine Eigenschaft besonders ungewohnt sein. Beim Nebula sitzt das Obermaterial, also der Strickkörper, eng am Fuß an. Die Zehen haben in der Zehenbox nach rechts und links viel Freiraum. Am Spann, sowie an der Innen- und Außenseite vom Fuß, ist jedoch der Nebula wie eine zweite Haut zu spüren. Manche Leute finden es unangenehm. Ich persönlich mag es und kenne das beispielsweise von Leguano Barfußschuhen bereits. Andere Wildling Modelle haben diese Eigenschaft nicht. Das anschmiegsame Gefühl blendet der Kopf natürlich nach wenigen Schritten aus.

Der Nebula Schuh ist aufgrund seines Materials natürlich keinesfalls wasserabweisend. Er kann auch nicht imprägniert werden – bzw. kann man schon machen, ist aber sinnlos. 😉 Auch darf der Schuh nur vorsichtig abgebürstet, aber keinesfalls in der Waschmaschine gereinigt werden. Zum Lüften am besten die Einlegesohle herausnehmen, sofern man sie überhaupt verwendet.

Sohle vom Wildling Nebula

Wie wasserdurchlässig der Nebula ist, sieht man auch gut an der Sohle von unten. Damit die Luft gut zirkuliert, sind hier extra große Löcher zu finden. Auch der Patch unter der Zehenbox ist ein anderer, als der den man von sonstigen Wildling Modellen kennt. Hier wird der Bereich zwar verstärkt, jedoch bleibt es luftig.

Im Bereich der Ferse befindet sich ein Mikrofaserpolster. Das schützt den Schuh innen und außen vor zu starker Abnutzung und schont das Material. Im Fersenbereich findet bei Schuhen i.d.R. eine hohe Reibung statt und so wird dafür gesorgt, dass wir alle mit unseren Wildling Nebula lange unterwegs sein können. Optisch finde es vor allem Innen im Braunton sehr gelungen.

Außen bleibt es schlicht im Grau. Es wäre interessant zu wissen, wie der Nebula optisch wirkt, wenn auch der Außenbereich den Braunton bekäme. Anderseits ginge dann die farblich hervorgehobene, Wildling typische, Schlaufe verloren.

Das Strickmaterial ist wirklich sehr dünn. Beim ersten Kontakt mit dem Schuh wird das sofort deutlich. Hier ein Vergleich zwischen Wildling Nebula und den Eichelhäher.

Wildling Nebula Eichelhäher Vergleich

Der Eichelhäher ist gut und gerne doppelt so dick wie der Nebula. Auf der Waage macht sich dies bemerkbar. Während der Eichelhäher in Größe 45 auf insgesamt 223 Gramm kommt, überzeugt der Nebula in Größe 45 mit nur 182 Gramm. Ein deutlicher Unterschied von 42 Gramm pro Schuh.

Um den Nebula einem richtigen Test zu unterziehen, werde ich ihn jetzt regelmäßig tragen und meine Erfahrungen hier im Bericht immer wieder ergänzen. Ähnlich wie bei meinen Tanuki, wird es dann einen Langzeit-Test geben. Die Tanuki haben bei meinen Aktivitäten etwa ein Jahr zuverlässig gehalten. Mehr dazu aber im entsprechenden Bericht. Von den Nebula erwarte ich mir mindestens eine ähnliche Haltbarkeit.

Wildling Shoes: Nebula Erfahrungen

Update: Nebula Erfahrungen nach 2 Monaten

Inzwischen trage ich die Nebula von Wildling Shoes seit zwei Monaten. Bis auf wenige Ausnahmen träge ich sie täglich und laufe mit ihnen ein paar Kilometer. Allein zur Kita, Schule, zum Einkaufen etc. es summiert sich im Alltag und die Nebula sind immer an meinen Füßen. Es wird Zeit für ein paar optische Eindrücke und für meine ersten richtigen Erfahrungen.

Das Obermaterial ist nach gut acht Wochen immer noch in einem einwandfreien Zustand. Es gibt keine Anzeichen für Schwachstellen. Die lange Entwicklungszeit scheint sich bis heute rentiert zu haben. Auch unterhalb vom Schuh, an der Innenseite der Sohle wo im Strick bewusst große Löcher sind, ist alles noch perfekt.

Vorn an der Schuhspitze, genau wie auch hinten, keine Mängel. Der erste oberflächliche Eindruck nach dieser Zeit ist also top. Und trotzdem gibt es auch nach 2 Wochen bereits ein paar Anmerkungen meinerseits.

Wildling Sohlen sind schon wirklich sehr weich und du spürst jede Faser unter deinem Fuß. Der Nachteil, das Material muss ebenfalls weich sein. Schnelle Abnutzung ist die Folge. Nicht umsonst kaufen bewusst viele Wildling-Träger(innen) ihre Schuhe nur für eine Saison. Die Nebula werden mich bis in den Herbst bringen. Solange das Wetter mitspielt auch bis zum Winter.

Nebula Sohle nach 2 Monaten

Die Sohle zeigt vorne beim Ballen und hinten an der Ferse eine sehr gleichmäßige Abnutzung. Da ich recht ausgewogen laufe, also weder zu stark mit der Ferse auftrete, noch rein im Ballengang unterwegs bin, kompensiert das wahrscheinlich auch die noch stärkere Abnutzung. Wer nur im Ballengang geht oder nur klassisch mit der Ferse auftritt, dürfte die Nebula ggf. noch stärker belasten.

Ich habe viele Wildlinge, ich bin mir aber nicht sicher ob sich auch bei anderen Paaren die Abnutzung so schnell bemerkbar machte. Das werde ich in Zukunft jedenfalls beobachten und mitteilen. Die Detailbilder zeigen auch deutlich, wie an einigen Stellen das Profil bis auf die Grundtiefe abgenutzt ist. Und es sind nur zwei Monate vergangen.

Ich entschloss mich nach vier Wochen die Einlegesohle zu entfernen. Ohne Einlegesohle sind die Nebula die noch besseren Barfußschuhe und tragen sich deutlich bequemer. Außerdem trage ich seit Anfang Juni 2020 derzeit gar keine Socken mehr, was auch nochmal den Komfort in den Schuhen steigert. Mehr Platz, mehr Feingefühl.

Nebula Innensohle nach zwei Monaten

Viel wichtiger als das, ist aber der Geruch den die Einlegesohlen verursachen. Sobald ich die Wildlinge auch nur eine Stunde mit Einlegesohlen trage, wird es unangenehm. Und ich bin kein Mensch der an Schweißfüßen leidet etc. Die Erfahrung war mir komplett neu und ich habe es mit Fuß-Deo und Schuh-Deo etc. probiert. Am Ende war das weglassen der Einlegesohlen die Lösung. Keine riechenden Schuhe und Füße mehr.

Ohne die Einlagen riskiere ich eine schnellere Abnutzung im Inneren der Nebula. Das nehme ich in Kauf. Denn riechende Füße und Schuhe sind keine Option. Und wirklich täglich die Einlegesohlen wechseln oder waschen ist auch keine tolle Aussicht.

Fazit nach 2 Monaten

Ich mag die Nebula. Wildling Shoes hat hier echt die bis heute bequemsten Barfußschuhe im Sortiment geliefert. Klar nutzen sie sich an der Sohle ab. Aber das ist der Preis der Bequemlichkeit und des so weit wie möglich natürlichen Barfußgefühls. Den zahle ich gerne. Das die Einlegesohlen auf deutsch gesagt stinken, nun, ich nutze sie ja nicht mehr. Ist etwas schade aber kein Beinbruch.

Das nächste Update mit meinen Erfahrungen kommt dann in ein paar Wochen wieder. Fragen wie immer gerne stellen.

Was sind deine Erfahrungen?

Hast du Erfahrungen mit den Wildling Nebula Schuhen? Dann einfach in die Kommentare schreiben. Andere Leser freuen sich über viele Meinungen und können sich dadurch ein besseres Bild von den Barfußschuhen machen.

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